Der Zuger Regierungsrat will mit zwanzig Massnahmen ein Zeichen zur Gestaltung einer fortschrittlichen Familienpolitik setzen.

Zuger Regierung gewichtet Familienpolitik. Symbolbild Patrick Moore
Die regierungsrätliche Strategie 2010-2018 definiert die Förderung von Qualität des Wohn- und Lebensraums als eine der zentralen Herausforderungen des Kantons Zug. Durch gute Rahmenbedingungen sollen Familien und auch verschiedene Familienformen gestärkt werden. Laut einer Mitteilung der Zuger Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard sie diese Stärkung ein wichtiges Ziel für die Zukunft. Aufgabe der Familienpolitik sei es, die Leistungen der Familien anzuerkennen und die Leistungspotenziale der Familien zu stärken. Die Familienpolitik schaffe Rahmenbedingungen, damit Familien ihre Leistungen auch in Zukunft eigenverantwortlich erbringen können.
Unter Einbezug einer breiten Öffentlichkeit hatte die Zuger Direktion des Innern eine Auslegeordnung der Familienpolitik im Kanton Zug gemacht. Daraus ergab sich, dass Zug in einigen Bereichen der Familienpolitik im Vergleich zu andern Kantonen gut da steht. Die Bereiche Gesundheitsversorgung, die finanziellen Leistungen für Familien, der Öffentliche Verkehr, die steuerlichen Entlastungen für Familien sowie die Bereiche Freizeit und Bildung seien hervorzuheben. Gleichzeitig habe die Regierung jedoch in einigen Bereichen klar Handlungsbedarf festgestellt. Der Regierungsrat hat deshalb bereits im März 2009 Ziele und Grundsätze der Zuger Familienpolitik verabschiedet. Gestützt darauf wurden die Direktionen, private Organisationen sowie Vertreter der Wirtschaft eingeladen, Massnahmen für die Familienpolitik einzureichen. Bis Ende Oktober 2009 wurden insgesamt 65 familienpolitische Massnahmen eingereicht. Der Zuger Regierungsrat hat beschlossen, 20 der 65 vorgeschlagenen Massnahmen mit erster Proirität umzusetzen. Besonderen Handlungsbedarf sieht der Regierungsrat zum Beispiel in der Förderung oder Überprüfung:
• der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
• von familienfreundlichen Lebensbedingungen
• des Ausbaus an Angeboten von familien- und schulergänzenden Betreuungsplätzen und der Verbesserung der Situation von Tagesfamilien • von familienfreundlichen Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeitenden
• weiterer steuerlicher Entlastungen für Familien
Die Federführung für die Umsetzung der Massnahmen liegt bei den einzelnen Direktionen, für die Koordination ist die Direktion des Innern zuständig. Der Zuger Regierungsrat wolle damit ein deutliches Zeichen für die Gestaltung einer fortschrittlichen Familienpolitik. Familienpolitik zähle heute als gewichtiger Standortfaktor.