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Junge und KMU an niedrigerem Lohnabzug besonders interessiert

Donnerstag 2. September 2010 15:37

Am 26. September stimmen wir hauptsächlich über die Frage ab, ob der heutige Lohnabzug von 2 Prozent für die Arbeitslosenversicherung entweder auf 2,2 oder gar auf 2,5 Prozent steigen soll.

Leserbrief von Damian Müller, Präsident FDP.Die Liberalen Hitzkirch

Leserbrief von Damian Müller, Präsident FDP.Die Liberalen Hitzkirch

Da junge Erwerbstätige normalerweise noch keinen grossen Lohn nach Hause tragen, empfiehlt sich für sie ein Ja zum niedrigeren Abzug. Es sind ja gerade die tiefen Einkommen, welche von höheren Lohnabzügen relativ am härtesten getroffen werden. Auf Anfang 2011 steigen bekanntlich auch die Lohnabzüge zugunsten der EO um 0,2 Prozentpunkte, die Krankenkassenprämien und die Mehrwertsteuer um 0,4 auf 8 Prozent.

Diese ganze Palette von zusätzlichen Belastungen wird auch für kleine und mittlere Unternehmen zum Problem. Sie würden die höheren Lohnnebenkosten, die sie zur Hälfte finanzieren müssen, nicht so leicht wegstecken können wie grosse Firmen. Diese haben eher die Möglichkeit, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern. Sollte nämlich die Euro-Schwäche bestehen bleiben, wäre dies eine Option. Umgekehrt macht die Frankenstärke vor allem jenen KMU zu schaffen, die selber exportieren oder Zulieferer von Exportunternehmen sind.

Ob die Finanzkrise schon ausgestanden ist, bleibt offen. Schon deshalb wähle ich den niedrigeren Lohnabzug: Ja zur ALV-Revision!

Damian Müller, Präsident FDP.Die Liberalen Hitzkirch