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KKL-Sanierung- JUSO Luzern droht mit Referendum

Dienstag 10. August 2010 10:53

Die JUSO Luzern will die Sanierung des KKL mit allen Mitteln bekämpfen, wenn die Stadt Luzern sich nicht endlich auf eine Erneuerung des Kulturkompromisses einlasse.

KKL-Sanierung- JUSO Luzern droht mit Referendum. Symboldbild OS

KKL-Sanierung- JUSO Luzern droht mit Referendum. Symboldbild OS

Dazu solle die Stadt ernsthafte Gespräche mit der “nichtetablierten” Kulturszene aufnehmen, so der Luzerner JUSO Grossstadtrat David Roth. Ein erstes ganz wichtiges Zeichen sei zudem, dass die Raumprobleme der aktuellen Frigorex-Nutzer gelöst würden. Nach Ansicht der Jungsozialisten sei es nicht das erste Mal, dass die Luzerner Bevölkerung dem KKL Millionenbeiträge sprechen sollen. “10 Jahre nach Inbetriebnahme mussten bereits strukturelle Schulden von 18 Millionen übernommen werden und jetzt sollen auch noch bauliche Mängel mit Mitteln der öffentlichen Hand behoben werden. Die Kostenschätzungen variieren dabei zwischen 13 und 24 Millionen Franken” sagt David Roth.

Die JUSO Luzern sei nicht grundsätzlich gegen diesen Kredit. Aber es könne nicht sein, dass sich die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung einseitig für jene Kultur einsetzen, für die sie selbst Interesse hegen würden. “Die Stadt Luzern hat eine kulturelle Gesamtverantwortung und sollte diese auch endlich wahrnehmen. Wir fordern deshalb ein klares Zeichen, dass der vielmals beschworene Kulturkompromiss auch wieder Bestandteil der Luzerner Kulturpolitik wird” so Roth weiter. Die Bedürfnisse der nicht etablierten Kultur müssten dabei im Zentrum stehen und nicht nur Gespräche sondern auch konkrete Massnahmen resultieren. Als erstes Zeichen solle die Stadt Luzern einen Ersatz für die Gewerbe- und Atelierräume des Frigorex-Areals vermitteln oder zur Verfügung stellen, fordern die JUSO Luzern. Nach Ansicht der Jungpartei fanden die Gelder für das KKL wegen des Kulturkompromisses eine Mehrheit. Ohne diesen aufrecht zu erhalten würden sich wohl auch weite Teile der Luzerner Kulturschaffenden gegen diesen Kredit wenden. Die JUSO Luzern will ein fakultatives Referendum ergreifen oder aber ein obligatorisches mit aller Kraft unterstützen – sofern der Stadtrat der Luzerner Bevölkerung nicht schlüssig begründe, wie er den Kulturkompromiss zu erneuern gedenkt.

2 Antworten für KKL-Sanierung- JUSO Luzern droht mit Referendum

  1. Giuseppe Scaloni

    14. August 2010 bei 02:48

    Wenn man jedoch die Preise für ein Klassikkonzert mit den Preisen von anderen Konzerten vergleicht, muss man zwangsläufig zum Schluss kommen, dass vor allem Wohlbetuchte an solchen Anlässen teilnehmen. Die Forderung der Juso hat in meinen Augen schon eine gewisse Existenzberechtigung. Ihr Vorgehen nach dem Motto “Täubele bei jeder Gelegenheit bis Forderung erfüllt” finde ich jedoch nicht zielführend und eher kontraproduktiv.

  2. Peter Vogler

    11. August 2010 bei 09:03

    Es ist eine längst überholte Klischeevorstellung,dass Reiche Klassikhörer seien,und Arme Pop,Rock und Schlager hören.Wer aus neurotischer Protesthaltung Klassik ablehnt ist selber schuld.Man müsste halt seine Ohren für einem Ungewohntes öffnen,aber man ist so verbohrt in die fixe Vorstellung Klassik sei den Reichen vorbehalten.Man bleibt lieber bei dem,was einem Privatradios das bisherige Leben in die Ohren geblasen hat.Und wenn dann im Dezember Gölä mit den Bellamy Brothers im KKL auftreten,ist das wohl auch keine High Society-Veranstaltung.Weitere Namen Chris Barber;Keith Emerson.Motzen,aber nicht einmal das Programm kennen.