Verschiedene Jungbäume wurden von einer unbekannten Täterschaft beschädigt oder gefällt. Betroffen sind der Spielplatz in Wil und das Ufer entlang der Engelberger Aa bis Büren. Der Kanton Nidwalden und die Gemeinde Oberdorf haben Strafanzeige eingereicht.
An den Wochenenden vom 20./21. sowie 27./28. Februar 2010 sind im Abschnitt Büren / Oberdorf Jungbäume mutwillig beschädigt und kleinere Bäume sogar gefällt worden. Laut den Nidwaldner Behörden, ist die Täterschaft dabei mit Beilen oder ähnlichen Gerätschaften vorgegangen. Auch die gespendete Linde auf dem Spielplatz in Wil wurde gefällt. Da die Taten zu verschiedenen Zeitpunkten sowie mit spezifischem Werkzeug ausgeführt wurden, gehen die Gemeinde Oberdorf und das kantonale Tiefbauamt davon aus, dass es sich um eine vorsätzliche Beschädigung öffentlichen Eigentums und nicht um eine “spontane Aktion” gehandelt hat. Die Behörden teilen nun mit, dass solcher Vandalismus nicht toleriert werden könne und die Gemeinde Oberdorf und der Kanton Nidwalden, Strafanzeige gegen eine unbekannte Täterschaft einreicht.
Beim Ausbau der Engelberger Aa musste der Baumbestand aus Sicherheitsgründen und für die Bauausführung stark reduziert werden. Mit einzelnen Ersatzpflanzungen wurde dieser Verlust teilweise kompensiert. Dabei wurden insbesondere seltene und in Nidwalden bereits ausgestorbene Baumarten wie die Flatterulme gepflanzt. Um der Landwirtschaft weitmöglichst entgegen zu kommen, wurde bei der Ausführung die im Bauprojekt vorgesehene umfangreiche Bestockung der luftseitigen Dammböschung auf wenige Einzelbäume reduziert. Die Bepflanzung wurde so gewählt, dass einerseits die ökologischen Anforderungen erfüllt sind und andererseits der Naherholungsraum ansprechend gestaltet ist. Dieser Naherholungsraum erfreut sich heute einer breiten Beliebtheit in der Nidwaldner Bevölkerung.
Gemäss den Nidwaldner Behörden, dauert es einige Jahre bis eine neu angelegte Bestockung ihre Wirkung entfaltet. Die zerstörten Bäume müssen nun mit grossem Aufwand gleichwertig ersetzt werden.