Das Richard Wagner Museum öffnet nach der Winterpause am 16. März 2010 wieder seine Türen. Im 1. Obergeschoss widmet sich eine Sonderausstellung dem Thema „Alpenmythos im 19. Jahrhundert – Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz“.

Luzern - Alpenmythos im Richard Wagner Museum
Während der jährlichen Winterpause des Richard Wagner Museums ist auf der gesamten Etage des 1. Obergeschoss eine Sonderausstellung eingerichtet worden, die Berg- und Musikfreunde gleichermassen begeistern wird. Bis zum 30. November 2010 kann die Ausstellung „Alpenmythos im 19. Jahrhundert – Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz“ besichtigt werden.
Die Schweiz ist im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts zum Entdeckungsland für Abenteurer, Wohlhabende und Künstler aus ganz Europa geworden. Leute, wie der bereits schon damals berühmte Komponist, Dirigent und Revolutionär Richard Wagner, erkundeten die Schweiz. Sie gaben in persönlichen Berichten, Gemälden, Musikkompositionen und Literatur das Gesehene und Erlebte wieder. Mit ihren vielfältigen Zeugnissen begünstigten sie nachhaltig die Entwicklung des Tourismus in der Schweiz – und in Luzern im besonderen. So hat auch der heutige Alpinismus seine Ursprünge in dieser Zeit. Schon früh – Ende 18. Jahrhundert – entstanden die sogenannten Reiseführer, über die damals bekannten und beliebten Destinationen. Die meisten Touristen hielten sich an die Anweisungen dieser Bücher. Jedoch gab es auch damals schon jene Neugierigen, welche den Mut hatten, die ausgetrampelten Wege zu verlassen, um Neues und Unbeschriebenes zu erkunden.
So hatte der politische Flüchtling Richard Wagner die Schweiz bereits in den frühen 1850er Jahren auch als Reisender und als abenteuerfreudiger Wanderer entdeckt. Besonders Brunnen und Luzern suchte Wagner mehrmals auf, um von hier aus seine grossen Wanderungen in die Zentralschweiz zu starten. Die Eindrücke und Erlebnisse waren mit ein Grund, warum er später für einige Jahre Tribschen als Lebensmittelpunkt wählte. Die Ausstellung des Richard Wagner Museums zeigt auf, wie abenteuerlich solche mehrtägigen Bergtouren in der Pionierzeit des Schweizer Alpinismus waren. Sie fanden oft mit unzulänglicher Ausrüstung statt, meist zu Fuss oder mit Pferden auf unmarkierten Wegen.
Dies ist eine Sonderausstellung des Büro ARTES/Rombach und der Stadt Luzern. Das Büro ARTES sind die beiden Musikwissenschaftlerinnen Dr. Verena Naegele und Sibylle Ehrismann, die u. a. bereits schon einige Ausstellungsprojekte im Bereich Musik realisiert haben. (Beispiel: 2007 – Lucerne Festival „Arturo Toscanini – der legendäre Mitbegründer des Lucerne Festivals“.)
„Alpenmythos im 19. Jahrhundert – Richard Wagners Wanderungen in der Schweiz“.
16. März bis 30. November 2010, Ausstellung im Richard Wagner Museum
Richard-Wagner-Weg 27, Luzern
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10–12 und 14–17 Uhr,
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Telefon 041 360 23 70
www.richard-wagner-museum.ch