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Jungparteienkomitee kämpft gegen Rentenloch

Dienstag 2. Februar 2010 14:27

Die bürgerlichen Luzerner Jungparteien JCVP, Jungfreisinnige und Junge SVP kämpfen gemeinsam für ein Ja am 07. März zur Senkung des Mindestumwandlungssatzes in der zweiten Säule.

v.l.n.r Nadine Felder, Vorstandsmitglied Jungfreisinnige - Daniel Piazza, JCVP-Einwohnerrat Kriens - Renato Bucher, Präsident JCVP Kanton Luzern - Simon Birrer, Koordinator

v.l.n.r Nadine Felder, Vorstandsmitglied Jungfreisinnige - Daniel Piazza, JCVP-Einwohnerrat Kriens - Renato Bucher, Präsident JCVP Kanton Luzern - Simon Birrer, Koordinator

An der heutigen Pressekonferenz, stellte das Luzerner Jungparteienkomitees “Kein Renten-Lochness” ihre Kampagne vor. Das Jugendkomitee hat sich den Namen “Lochness” gegeben. “Der Name ist ein Anspielung auf das Rentenloch, die Unterdeckung der Pensionskassen. Und eben dieses Rentenloch wird sich bei einem Nein am 7. März in ein Monster verwandeln.” sagte Simon Birrer der die Kampagne koordiniert.

Für den Krienser JCVP-Einwohnerrat Daniel Piazza, sind insbesondere die Auswirkungen der gestiegenen Lebenserwartung ein wichtiges Argument. Dazu Piazza: “Der Umwandlungssatz wurde 1985 festgelegt und seither trotz markant gestiegener Lebenserwartung nicht ausreichend angepasst. Mit einem Ja tragen wir zur Gesundung der zweiten Säule bei. Daran haben ganz besonders wir Jungen ein Interesse, da wir nicht in Zukunft die Zeche für eine zu kurzfristige Denkweise bezahlen wollen.” Für Daniel Piazza wären bei einem Nein am 7. März, die Jungen die wirklich grossen Verlierer.

Nadine Felder, Vorstandsmitglied der Jungfreisinnigen, führte weiter aus, dass die hohen Renditeerwartungen nicht zu unterschätzen seien. “Im Moment sind die Pensionskassen gezwungen, Renditen von rund 5% zu garantieren. Dies geht nicht, ohne erhebliche Anlagerisiken einzugehen. Gerade im heutigen Börsenumfeld sind solche Anreize gefährlich”, so Felder. Ein zu hoher Umwandlungssatz mache die zweite Säule unsicher und dieses Risiko trage vollständig die junge Generation, argumentierte Nadine Felder.

Plakatauschnitt des Luzerner Jungparteienkomitees "Kein Renten-Lochness".

Plakatauschnitt des Luzerner Jungparteienkomitees "Kein Renten-Lochness".

Die wahren Rentendiebe sind die Linken
Nach Ansicht von Renato Bucher, Präsident der JCVP Kanton Luzern, argumentieren die Gegner der Senkung im Abstimmungskampf mit fragwürdigen Mitteln. “Den Befürwortern wird Rentenklau vorgeworfen, doch das Gegenteil ist der Fall. Mit der Senkung wird verhindert, dass nicht uns Jungen die Rente geklaut wird!”, so Bucher. Für Bucher sind die Gegner die eigentlichen Diebe: ” Die wahren Rentendiebe sind Herr Rechsteiner mit seinem Gewerkschaftsbund, sowie die linken Parteien. Die Linken wollen das Geld von den Arbeiterinnen und Arbeitern klauen. Rechsteiner und seine Kumpanen führen langfristig die Versicherungsgesellschaften und die Pensionskassen in die Sanierungsbedürftigkeit.” sagt Renato Bucher.

Das Komitee will mit verschiedenen Aktionen auf den Strassen und im Internet bei den Jungen für ein Ja am 07. März werben.

Eine Antwort für Jungparteienkomitee kämpft gegen Rentenloch

  1. Marcel Budmiger

    8. Februar 2010 bei 17:21

    Hätte sich Daniel Piazza eingehend mit der Materie befast, käme er wohl zu einem anderen Schluss. 2003 hat das Parlament bereits eine Senkung des Umwandlungssatzes beschlossen um die steigende Lebenserwartung auszugleichen. Diese läuft gestaffelt bis 2014. Dass eine weitere Senkung auf Grund der Lebenserwartung unnötig ist, schrieb auch der Bundesrat in seiner Botschaft ans Parlament. Diesmal geht es nur um die Profite der Versicherungslobby.